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Der muslimische Fastenmonat.    

Bei den Christen in aller Welt hat mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit begonnen. Doch nicht nur bei den Christen gibt es dieses alte Brauchtum. In der islamischen Religion gibt es den Fastenmonat Ramadan. Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. Der Ramadan beginnt mit der "Geburt des neuen Mondes". Gemeint ist die erste Mondsichel nach dem Neumond. Weil der Mond die Berechnungsgrundlage bildet, verschiebt sich der Ramadan jährlich um ca. 11 Tage. Der islamische Glaube ruht auf fünf Säulen bzw. Pflichten. Die fünf Säulen sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Nach islamischem Verständnis wird die Religion erst durch die Pflichterfüllung vollständig.

Die fünf Säulen des Islam:

Schahada
– Bekenntnis: Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohamed ist sein Prophet.
Salat – rituelles Gebet zu bestimmten Zeiten, fünf Mal täglich in Richtung Mekka.
Saum – Fasten zu Ramadan richtet sich nach dem 9. Monat des Mondkalenders.
Zakat – Almosen, eine Form der Steuer, die Armen und Hilfsbedürftigen zugutekommt.
Hadsch - die Pilgerreise nach Mekka sollte jeder Gläubige oder mindestens ein Familienmitglied einmal im Leben antreten.

Die Einhaltung dieser Pflichten ist für jeden Muslim bindend. Mit dem Ramadan, der dritten Säule des islamischen Glaubensgebäudes, hat es eine besondere Bewandtnis, weil der Prophet Mohammed in der Nacht vom 26. auf den 27. Tag des Ramadans die 114 Suren des Koran vom Erzengel Gabriel erhalten hat. Diese besondere Nacht trägt den Namen "Lailat el Kadr" (Nacht der göttlichen Macht). In diesem Jahr beginnt der Fastenmonat Ramadan am 20. Juli und endet mit dem Fastenbrechen Fest in der Zeit vom 19. - 21. August 2012. Die 30 tägige Fastenzeit beginnt mit der Morgendämmerung und endet bei Sonnenuntergang.

Im Koran, Sure 2, Vers 183 steht zu lesen:
“Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten, so wie es auch denjenigen, die vor euch lebten, vorgeschrieben worden ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein.“ 

Im Fastenmonat sind Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr vor Sonnenuntergang nicht erlaubt. Erst mit Einbruch der Dämmerung sind Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitszufuhr wieder gestattet. Es ist üblich, mit Wasser und Datteln zu beginnen. Im weiteren Verlauf der Nacht sind bis zur Morgendämmerung alle Speisen erlaubt. Fasten ist für alle erwachsenen Muslime laut Koran Pflicht. Die Pflicht zu fasten, gilt für alle Muslime mit der Geschlechtsreife. Für Mädchen bedeutet das, mit Eintritt der ersten Periode, bei Jungen ist es der erste Samenerguss. Der Koran gestattet auch Ausnahmen für Kranke, Reisende, schwangere Frauen und stillende Mütter. Menstruierende Frauen sind vom Fasten gänzlich ausgeschlossen. Das liegt daran, dass Frauen während dieser Zeit als unrein betrachtet werden. Wer im Monat Ramadan nicht fasten konnte, soll die versäumten Fastentage nachholen oder für Bedürftige etwas spenden. Der Zentralrat der Muslime empfiehlt eine Mindestabgabe von 7,- Euro pro versäumten Fastentag. Auch die übliche Pflichtabgabe von Almosen ist geregelt. Sie gilt für Normal- und Besserverdienende ohne größere Verschuldung. Je nach Einkommen liegt der Satz zwischen 2,5 % und 7%.

Dazu sagt der Koran, Sure 9, Vers 103:
“Nimm Almosen von ihrem Besitz, auf das du sie dadurch reinigen und läutern mögest. Und bete für sie, denn Dein Gebet ist ihnen Beruhigung. Und Allah ist allhörend, allwissend.“

Die islamische Fastenzeit beinhaltet die intensive Beschäftigung mit Allah und dem Koran. Er enthält alle Grundlagen des islamischen Glaubens. Gerade während des Ramadan werden die Moscheen noch häufiger aufgesucht als üblich, um die Gemeinschaft der Gläubigen während des Fastens hervorzuheben. Durch das Fasten erhofft sich ein gläubiger Muslim die Vergebung der Sünden. Der Verzicht soll den Weg ins Paradies ebnen. Deshalb wird der Ramadan auch gerne zum Anlass genommen alte Streitigkeiten beizulegen. Neben der religiösen Bedeutung hat der Ramadan aber auch einen sozialen Aspekt. Der Familienzusammenhalt wird durch die, von Ritualen geprägte Zeit gestärkt.

Nach Beendigung des Fastenmonats gibt es ein Fest dass in der Türkei Seker-Bayram, das Zuckerfest, im arabischen Raum Id el fitr heißt. Auch hier spielt die Mondsichel wieder eine wichtige Rolle, sie muss sichtbar sein, genau wie zu Beginn des Ramadan. Freunde und Verwandte beschenken sich nach altem Brauch mit Süßigkeiten. Auch arme Leute sollen diesen Tag entsprechend feiern können und erhalten deshalb Almosen. Zum Abschluss finden gemeinsame Gebete in der Moschee statt. Außerdem gibt es im Kreis der Familie ein Festessen zur Entschädigung für die Zeit des Verzichts. Viele besuchen Freunde und Verwandte oder verschicken Karten an die Familien in der Heimat.

Wir wünschen unseren Lesern eine gute Zeit,
bleiben sie uns gewogen.

Bis demnächst

IhrTeam

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