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Seit Menschengedenken ist das Ei Kult- und Kunstobjekt.

Wen wundert es da noch, dass es in Sonnenbühl auf der schwäbischen Alb ein Ostereiermuseum gibt. Die umfangreiche Sammlung umfasst Ausstellungsstücke in einzigartigen Farben, Größen und Techniken. Die Tradition gefärbte Ostereier zu verschenken ist uralt, symbolisiert doch das Ei die Entstehung des Lebens. Damals wurden zum Gedenken an die Leidenszeit Christ die Eier rot eingefärbt. Anhand der roten Färbung konnte man außerdem geweihte und nicht geweihte Eier auseinander halten. Im Mittelalter war während der Fastenzeit das Verzehren von Fleisch und Eiern nicht erlaubt. Die Folge, bis Ostern hatten sich große Mengen Eier angesammelt. Damit der Überschuss nicht verderben konnte, wurden die Eier durch das Abkochen haltbar gemacht. Dass Eier zum Ostergeschenk wurden, hatte somit durchaus praktische Gründe. Mit den überschüssigen Eiern wurden z. B. Schulden bezahlt, die restlichen Eier wurden in der Kirche gesegnet und danach verschenkt.

Das Ei war im Mittelalter ein gültiges Zahlungsmittel und es gab den so genannten Eier Zins. Üblicherweise bezahlten die Bauern für Land, das sie von der Kirche gepachtet hatten mit Eiern. Je nach Größe eines Hofes konnte es vorkommen, dass kurz vor den Ostertagen bis zu hundert 100 Eier abgeliefert werden mussten. Diese Eier wurden dann größtenteils als Almoseneier an arme Gemeindemitglieder verteilt.

Im christlichen Glauben ist das Ei Symbol der Auferstehung und des Lebens. Deshalb war es lange Zeit üblich, den Verstorbenen Eier als Grabbeigabe in den Sarg zu legen. Auch die Medizin hatte das Ei für sich entdeckt. Den "Gründonnerstag-Eiern" wurde eine heilende und vorbeugende Wirkung zugeschrieben.

Den Karsamstag kennt man auch als Färbersamstag. Immerhin ist der Karsamstag seit dem 12. Jahrhundert der Tag, an dem traditionell die Ostereier gefärbt werden. Übrigens, bunt gefärbte Ostereier gibt es in Deutschland seit dem 16. Jahrhundert. Der Brauch, für die Kinder an Ostern Eier zu verstecken, wurde im Tagebuch des Abtes Jakob (Kloster Schuttern 1691) erstmals dokumentiert. Heutzutage sind die Färbungsarten vielfältig. Für Eilige gibt es von Färbetabletten über Gelfarben alles zu kaufen, was das Herz begehrt.

Färbe- und Verzier Techniken:
Wer Zeit und Muße hat, greift gern auf natürliche Zutaten zurück. Mit den Zutaten aus Keller und Garten wie z. B. Gemüse, Blüten, Blätter, rote Beete und Wurzeln erzielt man Farbtöne von gelb, rot, grün und braun. Wer selbst einen Farbsud herstellen möchte, sollte größere Pflanzenteile wie Karotten vorher zerkleinern. Rinden oder getrocknete Beeren müssen vorher eingeweicht werden. Aus frischen Pflanzen wie Spinat kann sofort ein Farbsud hergestellt werden. Nach dem Kochen wird der jeweilige Farbsud gefiltert. Die gekochten Eier werden für ca. 30 - 40 Minuten in dem abgekühlten Sud gefärbt. Durch den Zusatz von Essig lässt sich eine Farbe aufhellen. Die Beigabe eines Eisennagels gibt Grün- und Gelbtönen eine dunklere Färbung, durch Pottasche wird eine Farbe intensiver. Zum Schluss werden die gefärbten Eier etwas Speiseöl oder Speckschwarte eingerieben, so bekommen die Eier einen schönen Glanz! Wer seine Ostereier auf besondere Weise verzieren möchte, der sollte es einmal mit Batik versuchen. Wenn sie die Eier vor dem Färben mit einem Muster aus Zitronensaft versehen, nehmen die so behandelten Stellen keine Farbe an. Auch sehr hübsch, das Blatt Ei - vor dem Farbbad ein hübsches Blatt auf das Ei geben und mit einem Strumpf fixieren. Blatt und Strumpf erst nach dem Trocknen entfernen.  Auch die auch Wachstechnik ist sehr interessant. Vor dem Färben wird das Ei mit Wachs verziert, wird das Wachs durch Erwärmen wieder entfernt kommt ein wunderbares Muster zum Vorschein.

Eierspiele:
Bereits seit dem Mittelalter gibt es die so genannten "Eierspiele". Das bekannteste dürfte  das heute immer noch übliche Eierschlagen oder Eier Titschen sein. Zwei Spieler schlagen die ihre Eier mit der spitzen Seite gegeneinander. Wessen Ei heil bleibt, der hat gewonnen und bekommt das Ei des anderen. Auch ein beliebter Osterbrauch ist das Eierrollen. Die Spieler lassen ihre Eier einen Hügel hinunterrollen. Das Ei, das am weitesten rollt und unbeschädigt ankommt hat gewonnen. Eier-Boule, dazu wird ein Ball auf einer geraden Fläche abgelegt. Die Eier der Mitspieler werden nach vorn geworfen, wer dem Ball am nächsten kommt hat gewonnen.

Wir wünschen ein frohes Osterfest und viel Freude beim Eiersuchen.

IhrTeam

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