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Prophet oder Scharlatan?   

Aleister Crowley (1875 – 1947) wurde von christlichen Kirchen gerne als Begründer des Satanismus dargestellt. Um seine Person kreisten viele Gerüchte, weil seine Lebensweise nicht mit der viktorianischen Moral übereinstimmte. Hinzu kamen sein Hang zu Drogen und seine Einstellung zu Sexualität, bzw. Bisexualität. Fest steht, der Mann führte ein bewegtes Leben, lesen Sie selbst:

Der Laird of Boleskine erblickte unter dem bürgerlichen Namen Edward Alexander Crowley  am 12. Oktober 1875 in der englischen Grafschaft Warwickshire das Licht der Welt. Allerdings dürfte der Name Aleister Crowley vielen geläufiger sein. Seine Eltern waren der Brauereibesitzer Edward Crowley und seine Frau Emely. Beide waren Anhänger der protestantisch geprägten Sekte “Plymouth Brethren“. Sein Vater legte großen Wert auf religiöse Erfahrung und brachte ihm schon als Kind die Visionen der Johannes - Offenbarung nahe. Das bedeutete die tägliche Teilnahme an der Bibelstunde. Von Aleister wurde die wortgetreue Einhaltung erwartet. Angeblich führten die darin blutig beschriebenen Martyrien zu sadistischen Neigungen. Es ist anzunehmen, dass er diese Phantasien in schriftlicher Form auslebte. In dem Buch Magic in Theory and Practice schrieb er z. B über Sexualmagie und Tieropfer.

Bildung war der Familie Crowley ausgesprochen wichtig, deshalb schickte man ihn als 13-Jährigen in ein christliches Internat. Dort fiel er in Ungnade, weil er sexuelle Kontakte zu Mitschülern hatte. Dieser Regelverstoß wurde streng geahndet. Zur Umerziehung musste er anderthalb Jahre in völliger Isolation verbringen. 

Während seines Studiums in Cambridge erlebte er eine Welt voller Gegensätze zu seinem bisherigen Leben. Außerdem entwickelte er ein starkes Interesse für Magie und Mystik. Laut eignen Aussagen erkannte Crowley 1896 seine magischen Fähigkeiten. Weil er tiefer in die Materie einsteigen wollte, verließ er die Universität ohne Abschluss und legte sich den keltischen Vornamen Aleister zu. Trotz des fehlenden akademischen Abschlusses hatte Crowley keine Geldprobleme. Von seinem Vater, der 1887 starb, erbte er bereits im Alter von Jahren 17.000 Pfund. Dieses Vermögen ermöglichte ihm ein sorgenfreies Leben. 

1898 lernte er beim Bergsteigen in der Schweiz  George Cecil Jones  kennen. Jones führte ihn in den" Hermetic Order of the golden Dorn" ein. Der Orden verband Magie mit den Traditionen der Freimauer und Rosenkreuzer. Weil er  so schnell wie möglich die okkulten Grade durchlaufen wollte, stieg er innerhalb von drei Monaten vom Neophyten zum Practicus auf. Mit seinem Freund und  Ordensbruder Allan Bennett praktizierte er die ritualmagischen Übungen des Ordens. Gemeinsam experimentierten sie auch mit Drogen die das Bewusstsein erweitern u. a. Opium und  Chloroform. Mit Hilfe der Magie wollte er sein  Bewusstsein willentlich  transformieren um Verbindung zu den höchsten spirituellen Kräften des Kosmos herzustellen. Als Demonstration seiner Macht Crowley versuchte das Abramalin-Ritual zu vollziehen. Dabei geht es um ein Ritual, mit dessen Hilfe sich der eigene Schutzengel beschwören lässt. Angeblich kann man auf diese Weise Engel und Dämonen in seinen Dienst zwingen. Das Ritual wird über einen Zeitraum von sechs Monaten ausgeführt. Während dieser Zeit hatte Crowley Christusvisionen und sah sich selbst am Kreuz. Weder vor ihm noch nach ihm ist es gelungen dieses Ritual auszuführen.

Er beabsichtigte die Führer der Golden Dawn zu stürzen. Als  ihm die nicht gelang  begab sich Crowley, einem plötzlichen Impuls folgend, auf Reisen. Er besuchte Mexiko, die Vereinigten Staaten, Ceylon und Indien. Schließlich gelangte er nach Kairo.

Sein Hotel befand sich in der Nähe des Moulak Museums in Kairo. In seinem Zimmer vollzog er eine magische Zeremonie, um den ägyptischen Gott Thot, den Gott der Weisheit, anzurufen. Seine Frau fiel während des Rituals in Trance. Nach 4 Tagen war sie erneut in Trance, anschließend teilte sie Crowley mit, das Horus auf ihn warte. Als beide  gemeinsam ein Museum besuchten, das seine Frau noch nicht gesehen hatte, war er sogar noch überraschter, weil sie auf eine Statue des Horus in der Gestalt des Hoor-Khuit zeigte. für Crowley war dies ein Zeichen, weil das Ausstellungsobjekt die Zahl 666 trug. War es doch die Zahl des Großen Tieres aus der Offenbarung. Aus der Zeit in Kairo stammt das Buch Liber Al vel Legis (Buch des Gesetzes). Laut Crowley wurde ihm dieses Buch von Aiwaz (sein Schutzengel) diktiert.

In Cefalu auf  Sizilien gründete Crowley eine Abtei in der magische Rituale praktiziert wurden. Crowleys 1. Tochter starb im Alter von zwei Jahren in dieser Abtei. Raoul Loveday, Mitglied der magischen Kommune, soll  während eines Rituals in der Abtei gestorben sein. Angeblich, weil er das Blut einer geopferten Katze trank. Natürlich stürzte sich die Presse auf die Skandalgeschichte. Was dazu führte, das er 1923 von der italienischen Regierung unter Mussolini auswiesen wurde.

Die Karten des Crowley-Tarots entstanden 1939 in Zusammenarbeit Künstlerin Frieda Harris. Die Neugestaltung der 78 Tarotkarten sollten  Crowleys gesamtes Wissen über die Magie zum Ausdruck bringen. Für die Überarbeitung waren ursprünglich nur 3 Monate vorgesehen, bis zur Fertigstellung vergingen aber fünf Jahre. Erst 1944  erschien eine limitierte Auflage von 200 Tarot Decks mit dem dazugehörigen Begleitbuch The Book of Toth.

Das künstlerische Urheberrecht an den Karten oblag F. Harris. Trotzdem wurden sie von Crowley an den Einnahmen des Verkaufs von Crowley nicht beteiligt. Harris Originalgemälde der Karten befinden sich heute im Londoner Warburg Institute.

Im Dezember 1947 starb Aleister Crowley. Angeblich war er über seinen Tod selbst verblüfft. Zu seiner Hinterlassenschaft gehören sehr viele magische Schriften, unter anderem Bücher über das Tarot, die Kabbala, I Ging und Yoga.

Ja, Aleister Crowley war und ist eine skandalumwitterte Persönlichkeit. Er wusste sich in Szene zu setzen. Deshalb verleumdeten Neider und Zeitungen ihn als Hochstapler, Teufelsanbeter und  Pornografen. Die Anhänger seiner Lehren und Bücher betrachteten ihn als Genie mit prophetischer Begabung. Ihre Verehrung galt dem okkulten Gelehrten und  hervorragenden Schriftsteller. Der Kult um seine Person ist bis heute erhalten.

Fakt ist, Crowley war Mystiker, Magier, Gelehrter und Schriftsteller in einer Person. Er war passionierter Bergsteiger und liebte das Schachspiel. Ohne Zweifel hat sein Hang zur Selbstdarstellung nicht unerheblich dazu beigetragen das er schon zu Lebzeiten zur Legende wurde. Seine Werke werden vermutlich nur bei Menschen Anklang finden, die seine Lehren verinnerlichen und einen persönlichen Zugang zu seinen Visionen zu finden.

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